szmmctag

  • Wieder da!

    Hallöle in die Runde!

    Gestern sind der Schatz und ich nach 3 Wochen USA wieder zuhause angekommen. Nach 31 Stunden ohne Schlaf mit nur ein paar Nickerchen, puuuh. Ich war echt breit.

    Der Urlaub war echt grandios! Alles war dabei - San Diego -> Joshua Tree NP (mein favorite!) -> Death Valley NP -> Visalia -> Sequoia NP -> Visalia -> Yosemite NP -> Visalia -> Cambria -> Highway 1 / Big Sur -> Carmel-by-the-Sea -> Medford, OR -> Highway 1 die Küste runter -> San Francisco

    Ich finde es immer noch phänomenal, dass alles so gut geklappt hat! Mit dem Mietwagen, den Motels, dem Campen - und dass wir pünktlich zur Geburt meines "Gastneffen" vor Ort waren. Wahnsinn!

    Photos folgen!

  • Mir fehlt gar nix

    Am Wochenende wurde ich mal wieder gefragt, ob ich als Vegetarier nicht Mangelerscheinungen hätte.

    Ich fürchte, ich habe bei der Antwort wohl etwas überreagiert, aber Kinners, das hat mich dermaßen aufgeregt! :##

    Ich dachte darüber wären wir hinweg, nachdem das Thema vor 20 Jahren schon breitgetreten wurde (mit dem Ergebnis, dass man natürlich überhaupt keine Mängel hat). Ich habe gedacht, das wäre mittlerweile Allgemeinwissen!?! :??:

    Und dass dieser Kommentar von jemandem kam, den ich eigentlich für informiert gehalten habe und sehr mag, hat mich innerlich aus der Haut fahren lassen (Kopfkino aus ;) ). Das tat mir im Nachhinein total leid. :-/

    Ich habe neulich mehr oder weniger nebenbei entschieden, gar kein Fleisch mehr zu essen.

    Ich hatte schon diverse Phasen durch, das erste Mal vegeratisch mit 15 oder so (meine Mutter hat sonntags stets weiter ein Schnitzel für mich gebraten). Das war die Zeit, in der man sich die Infoblätter über Tierversuche durchliest, Stellung gegen Pelz nimmt und Peta kennenlernt. Dann nach und nach wieder normaler Fleischkonsum. Ganz losgelassen hat mich das Thema aber trotzdem nicht.

    Vor ein paar Jahren habe ich dann entschieden nur noch Biofleisch zu essen, da zumindest hier die Haltungsbedingungen für die Tiere besser sein mögen. Und weil bio teuer ist und ich als Doktorandin eh unter der Armutsgrenze gelebt habe, ging mein Fleischkonsum sowieso gen Null. (Seitdem ich kochen kann, kenne ich bestimmt 4x so viele fleischlose wie fleischhaltige Rezepte).

    Was mich nämlich bei der ganzen Geschichte am meisten abgeschreckt hat, ist die Lebensmittelindustrie von tierischen Erzeugnissen. Die Schweine, die nur als organische Produktionsmaschine in vergitterten Kästen rumliegen können, sich wundliegen, ihre Ferkel nicht berühren können, etc.pp. Man kennt die Bilder. Dass dahinter aber Persönlichkeiten, Charaktere und vor allem: Seelen liegen, geht den "Produzenten" grad mal am Arsch vorbei.

    Ähnlich mit Milchviehhaltung, Rindern, Geflügelfarmen und und und.

    Ich hab einfach keinen Bock mehr darauf, Teil dieses abartigen Systems zu sein. Von Tag zu Tag widert mich das mehr an. Ja, Fleisch schmeckt mir - aber wofür? Für die 10 min Genuss? Pffft.

    Dann der Gedanke: Ich ertrage es ja nicht mal, wenn ein Tier Angst vor mir hat. Nicht meine Degus, nicht Lucky, nicht die Taube in der Fußgängerzone - wie soll ich es dann aushalten, dass ein Tier unter Todesangst getötet wird, damit ich es essen kann, obwohl ich es nicht muss?

    Ich habe Jonathan Safron Foer gelesen und freue mich schon auf das Neue von Melanie Joy, die sich aus psychologischer Sicht mit dem schizophrenen System beschäftigt hat, dass wir manche Tiere lieben und tausende von Euros für ihre Gesunderhaltung ausgeben und andere Tiere unter miesesten Umständen gefangen halt, dann umbringen und essen. Bei mir scheint dieses System gerade zu versagen.

    Neulich ist mir aufgefallen, dass es in meinem Freundeskreis fast nur Gleichgesinnte gibt - fast alles Vegetarier. Deswegen ist die Fleischlosigkeit überhaupt gar nix besonderes für mich. Ganz im Gegenteil - mir fallen viel eher die Fleischesser auf. :))

    Immer mehr bekomme ich mit von Leuten, die sich für noch mehr Konsequenz entscheiden und auch auf Milchprodukte aus konventioneller Herstellung verzichten etc. - btw OHNE irgendeinen Mangel zu haben...! U-( (Und nun braucht mir auch keiner kommen, von wegen, "wo ziehst Du denn die Grenze - kannst Du dann noch über eine Wiese laufen, weil Du eine Ameise töten könntest?" - obwohl, ich bin grad auf Krawall gebürstet, kommt nur alle her mit diesem Gschmarri! :)) Fakt ist - wo es mir ein leichtes ist, Tod und Schmerz zu vermeiden, sollte ich das auch tun. Sagt Kant und sagt Gott. Sucht euch einen aus.)

    Apropos Gott - Fleischkonsum wird von Bibeltreuen häufig damit gerechtfertigt, dass Gott uns die Erde anbefohlen hat, dominium terrae, "macht sie euch zum Untertan" (Gen 1,27-1,28). Damit ist gemeint, dass wir für die Schöpfung Sorge tragen, verantwortlich, fürsorglich sind - sie nicht ausbeuten und erst recht nicht zwangsläufig essen...

    Ich sehe das jedenfalls langsam auch so bei mir kommen. Die herkömmliche Milchviehhaltung, finde ich genauso abartig. Momentan ist es aber absolut unmöglich eine Milch zu bekommen, die a) Bio b) entrahmt und c) laktosefrei ist. Also muss ich immer bei mind. einem der drei Punkte Zugeständnisse machen.

    Daher ist es z.B.auch mein großer Wunsch, wenn ich mal zu meinem Schatz aufs Land ziehen sollte, ein paar Hühner selbst zu halten, mich um sie zu kümmern und so die Eierindustrie gleich auch zu umgehen.

    Ein Satz, den neulich eine Freundin zu mir gesagt hat, hat mich nachhaltig beschäftigt:

    "Wenn wir Tiere essen, nehmen wir auch ihr Leid in uns auf."

    Sie meinte das ganz handfest im Hinblick auf Stresshormonen, Antibiotika, etc.

    Ich hab es anders verstanden. Ich habe es transzendent verstanden, dass ich ihr Leid in meinen Körper mitaufnehme. Und ganz ehrlich: Ich leb lieber ohne.

  • Doktorandenseminar

    Seit ein paar Wochen laufen die Vorbereitungen für unser Doktorandentreffen wieder auf Hochtouren.

    Ich sitze gerade über dem Lektorat unseres Promotionsratgebers, "Promovieren. Christlicher Promotionsratgeber" (bei Amazon vergriffen - Neubearbeitung geplant, jaja, bin ja dabei ;) ).

    Zentral in diesem Ratgeber sind die 11 Phasen einer Promotion. Auch bei unserem Seminar nimmt die Vorstellung der 11 Phasen traditionell den ersten Abend ein, an die sich eine Vorstellung der Teilnehmer und Selbsteinordnung in diese Phasen anschließt. Ich selbst hätte bei meinem ersten Besuch auf diesem Seminar (2007) nie gedacht, dass ich jemals Phase 11 erreichen würde. ;) Mittlerweile bin ich in Phase 14 oder so und Teil des Leitungsteams. :))

    Zu Papier gebracht hat diese 11 Phasen ein unglaublicher Prof. Dr., der u.a. in der Wirtschaft arbeitet und als Doktorvater schon viele Doktoranden betreut hat und immer wieder die gleichen Phasen ausmachen konnte. OMG, ich sehe gerade, der hat nen eigenen Wikipedia-Eintrag! 8|

    Ihn selbst hatten wir vor 3 Jahre beim Seminar als Referent. Er hat uns alle mit seiner vibrierenden Persönlichkeit überrascht.

    Jedenfalls habe ich gerade einen E-Mailverkehr im Nachgang zum damaligen Doktorandentreffen gefunden:

    -------- Original-Nachricht --------
    Betreff: Re: Fwd: Doktorandenwochenende

    Sehr geehrte Frau >:XX,

    bitte richten Sie Herrn >:XX meinen Dank aus - auch für den letzten
    Satz, den er mir mit auf den Weg gegeben hat und der mich tief berührt
    hat und noch bewegt. Er weiß schon, was gemeint ist.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Bö Heiderzackn

    -------------------------------------------

    Liebe Bö,

    Du meinst das mit dem Engel ??

    Ja, ich habe Dich vor allem in der Gebetszeit als sehr vollmächtig
    erlebt. Deine ungeheure Leidenszeit hat Dir anscheinend eine
    Auferstehung zu einer neuen Dimension von Leben gebracht, die zumindest
    ich bei Dir sehr deutlich erleben durfte.

    Dafür bin ich sehr dankbar.

    K.

    Obige mail Adresse landet unter Umgehung von Büros direkt auf meinem
    Notebook. bzw. i phone.

    Ich kriege jetzt noch Gänsehaut, wenn ich das lese.

    Ich will ihm schon lange einmal schreiben, dass sein Workshop "Leben mit Vision" (ein mittlerweile legendärer Workshop!) mit ein Grund war, wieso ich meinen Traum vom eigenen Pferd weiterverfolgt habe. Dort ist mir wirklich bewusst geworden, was mir im Leben wichtig ist (zumindest von den Dingen, die ich beeinflussen kann).
    Ja, ich glaube, das sollte ich ihm einmal mitteilen.

  • Frau Rubikon?

    Hallo, Hallo?

  • So einfach erklärt

    Mehr muss eigentlich nicht gesagt werden, aber dieser Artikel bringt es auf den Punkt:

    Aber es macht den Konsumenten ja anscheinend nichts aus, dass Hühnern beim Einfangen oft Flügel und Beine gebrochen werden. Dass bei 500.000 Schweinen in Deutschland jedes Jahr die Betäubung versagt, so dass die Tiere im kochend heißen Brühbad bei vollem Bewusstsein um ihr Leben kämpfen und ertrinken. Nein, das lässt sich mit dem Gewissen vereinbaren. Und plötzlich ist einem unwohl, weil es doch nicht ertränktes Schwein, sondern Pferd war? Liebe Verbraucher, jetzt werdet nicht plötzlich zimperlich.

Bö is reading:
Neueste Einträge

mehr Einträge…

Kalender
<< < Mai 2013 > >>
Mo Di Mi Do Fr Sa So
1 2 3 4 5
6 7 8 9 10 11 12
13 14 15 16 17 18 19
20 21 22 23 24 25 26
27 28 29 30 31
E-Mail-Abonnement

Hier kannst Du für neue Einträge dieses Blogs eine E-Mail erhalten.

Nach oben

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.